You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Vom 2. bis 4. Oktober 1926 fand die dritte Fachkonferenz für Mediziner und Theologen in Johannisstift bei Spandau statt. Die Konferenz wurde, wie in den ersten beiden Jahren, durch den Direktor der apologetischen Zentrale (Johannisstift), Herrn Pastor Dr. Karl Schweitzer, einberufen und geleitet. An den ersten beiden Konferenzen hat, wie ich hörte, unser Mitglied Pfarrer Dr. Pfister, der sich ja bereits seit vielen Jahren demselben Aufgabengebiet, mit dem sich die Konferenz beschäftigen will, mit Hingebung gewidmet hat, aktiv teilgenommen. Die Konferenz ist aus dem Bedürfnis der Theologen entstanden, für die Ausübung der praktischen Seelsorge von der modernen Psychologie und Psychotherapie zu lernen, und aus dem Bedürfnis positiv zur Religion stehender Ärzte, sich über die Bedeutung religiöser Kräfte für körperliche und seelische Gesundheit und Gesundung und ihre Beziehung zur naturwissenschaftlich-medizinischen Einstellung klarzuwerden, des weiteren aus dem Wunsche jeder der beiden Gruppen, die Sprache der anderen verstehen zu lernen und schließlich aus dem Bedürfnis, über die theoretische Klärung und das gegenseitige Verstehen hinaus zu gemeinsamen praktischen Konsequenzen zu kommen.
In der diesjährigen Konferenz waren von den psychotherapeutischen Richtungen u. a. vertreten die Individualpsychologen, von denen Dr. Bauer (Freudenstadt) über „Arzt und Patient“, Dr. Künkel (Berlin) über „Gatte