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Ich möchte hier ausführlicher auf diesen Gegenstand eingehen, weil er mir eines der wichtigsten Probleme für die Zukunft der Psychoanalyse zu sein scheint. Zur Entschuldigung der Länge dieses Aufsatzes darf ich geltend
machen, daß mir vielleicht einzigartige Gelegenheit zum Studium der verschiedenen Seiten dieser Frage geboten war. Die Britische Gesellschaft, die sich zu der Laienanalyse stets am wohlwollendsten gestellt hat, zählt unter ihren Mitgliedern über vierzig Prozent Laien, d. h. Nichtärzte; davon sind einige sowohl in der Theorie als auch in der Praxis Analytiker ersten Ranges. Ich hatte also Gelegenheit, die wertvollen Dienste, welche die Laienanalytiker der Psychoanalyse zu leisten vermögen, ständig aus nächster Nähe zu beobachten, ganz abgesehen von den Möglichkeiten, die sich mir durch den langjährigen persönlichen Kontakt mit den hervorragendsten Laienanalytikern des Kontinents geboten haben. Auf der anderen Seite glaube ich, daß kein zweites Zentrum, nicht einmal New York, bessere Gelegenheit zur Beobachtung der „wilden Analytiker“1 — Ärzte und Laien — bietet als London.
Man hat zuweilen behauptet, daß eine Erörterung dieses Problems innerhalb unseres Kreises zwecklos sei, da es doch nicht in unserer Macht stünde, die ganze Sache in dieser oder jener Weise zu beeinflussen, weil sie schließlich doch nur auf gesetzlichem Wege oder durch die Stellungnahme der Öffentlichkeit oder der Ärzteschaft entschieden werden wird. Obgleich Prof. Freud sicherlich nicht dieser Ansicht ist, sonst hätte er sich schwerlich die Mühe genommen, ein Buch darüber zu schreiben,2 könnte man eine Stelle aus seinem Buch doch zu ihrer Stütze heranziehen. Er sagt nämlich, daß keine Autorität imstande ist, einen Menschen, der selbst analysiert worden ist, daran zu hindern, daß er andere analysiert. Nun wird keiner von uns allen Ernstes behaupten wollen, daß jeder erfolgreich analysierte Patient dadurch allein zum Psychoanalytiker qualifiziert ist, und daß wi