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Kurz auf die Nachricht vom Tode Karl Abrahams folgt die vom Hinscheiden eines seiner hervorragendsten Schüler. Unsere Gefühle bei diesem zweiten Verlust können eigentlich nur die wieder erwecken, die wir bei dem ersten empfanden; denn zwischen diesen beiden Männern bestanden zahlreiche Ähnlichkeiten und Verbindungen — jenseits jenes Verhältnisses von Lehrer und Schüler, in dem sie zueinander standen. Der Verlust Glovers wird in mancher Hinsicht von seinen Kollegen, wenn auch von einem kleineren Kreise, ebenso stark und heftig empfunden werden wie der Abrahams; auch bedeutet sein Tod einen ebenso schweren Rückschlag für die Entwicklung der Psychoanalyse, denn gewiß hätte er in ihr eine wichtige Rolle gespielt, wenn er länger zu leben gehabt hätte.
James Glover wurde geboren zu Lesmahagow in Lanarkshire am 15. Juli 1882 und starb in der Nähe von Barcelona am 25. August 1926. Sein Vater, ein Landschulmeister, stammte aus dem schottischen Unterland, und Glover erbte offenbar von ihm zwei seiner hervorragendsten Eigenschaften: einen selten scharfen Intellekt und eine bescheidene Zurückhaltung. Er hatte zwei jüngere Brüder, aber keine Schwester. Als Kind war er scheu, zurückhaltend und mit starker Phantasie begabt; er hatte einen starken Hang zum Schreiben und veröffentlichte eine kurze Geschichte schon im Alter von 14 Jahren. Er durchlief seine Schul- und Studienjahre in glänzender Weise und erhielt den Grad des M. B. und Ch. B. an der Universität Glasgow schon mit 21 Jahren.
Schon zu dieser Zeit war seine Gesundheit nicht zufriedenstellend; nachdem er versucht hatte, sich als praktischer Arzt niederzulassen, wurde er dazu bewogen, einige lange Seereisen zu unternehmen. Eine Zeitlang praktizierte er in Brasilien, wo er eine starke Befähigung für Chirurgie und tropische Medizin zeigte, aber seine Mußestunden waren ausschließlich der Lektüre und dem Schreiben von „Short Stories“ gewidmet, die großes psychologisches Interesse hatten. Die wohltuende Wirkung des Klimawechsels w