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Frau Dr. Karen Horney hielt am 17. Dezember 1926 in Berlin auf Einladung der „Ärztlichen Gesellschaft für Sexualforschung und Eugenik“ einen Vortrag über den „Männlichkeitskomplex der Frau“, der, wie die anschließende Diskussion zeigte, sehr beifällig und verständnisvoll aufgenommen worden ist.
Der von der „Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft“ veranstaltete einführende Vortragszyklus wurde im Winter 1926/27 fortgesetzt. Am 10. Oktober 1926 sprach Dr. F. Alexander über „Allgemeine Neurosenlehre“, am 12. Dezember 1926 Dr. Ernst Simmel über die „Organneurosen“, am 20. Februar 1927 Frau Dr. Karen Horney über „Frigidität und andere weibliche Funktionsstörungen im Lichte der PsA.“ und schließlich am 10. April 1927 Dr. Otto Fenichel über „Die Hysterie in psa. Betrachtung“.
Die Kurse, für die das große städtische Krankenhaus St. Georg in liebenswürdiger Weise einen Hörsaal zur Verfügung gestellt hat, erweckten lebhaftes Interesse und wurden von zahlreichen praktischen Ärzten und Spezialärzten besucht. W.
Die von Frau Dr. Benedek geleitete PsA. Arbeitsgemeinschaft in Leipzig veranstaltete einen vier Abende umfassenden Einführungskurs „Die Grundbegriffe der Psychoanalyse“. Der Kurs wurde von Dr. Bernfeld (Berlin) abgehalten und von über 150 Hörern besucht. — Die interne Arbeit der Gruppe erstreckte sich auf die seminaristische Besprechung der Neuerscheinungen der psa. Literatur.
Im Psychologischen Institut des Leipziger Lehrervereines leitete Herr Ranft eine Arbeitsgemeinschaft, die sich mit dem Studium der Schriften Freuds befaßte und schwierige Erziehungsfälle der Praxis diskutierte. Herr Ranft hielt ferner je einen zwölfstündigen Einführungskurs in die PsA. in den Bezirkslehrervereinen Leipzig-Land und Oschatz.
Weigel (Leipzig)