You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
gründeten Oktober 1926 Dr. Heinrich Meng, Stuttgart, und Professor Dr. Ernst Schneider, Riga (Hippokrates-Verlag, Stuttgart-Berlin-Zürich). Der Zweck
der Zeitschrift geht aus dem Einführungsaufsatz der Herausgeber hervor, dem wir folgendes entnehmen:
„Die Zeitschrift wird der Pädagogik dienen, der theoretischen wie der praktischen, und zwar soweit wie die Psychoanalyse dies vermag. Sie wird in erster Linie Arbeiten bringen, die aus der Praxis hervorgegangen, d. h. an Erfahrung und Beobachtung orientiert sind. Dabei denken wir zuerst an Ergebnisse der Anwendung des psychoanalytischen Verfahrens an Kindern und Jugendlichen oder an Erwachsenen, deren Kindheit zum Gegenstand analytischer Erforschung gemacht wurde. Dann kommt jene Erfahrung in Frage, die dem psychoanalytisch eingestellten Erzieher bei seinen verschiedenen Erziehungsleistungen in Schule und Haus, in der Anstalts-, Heil- und Fürsorgeerziehung, in der Lehrerbildung, in der Erziehungs- und Berufsberatung, bei charakterologischen Untersuchungen (Psychodiagnostik) usw. erblüht. Im weiteren wenden wir unsere Aufmerksamkeit der Förderung jener Gebiete zu, die für den Erzieher bedeutsam sind, wie Kinderpsychologie, Charakterologie (Individualpsychologie von Erzieher und Zögling), Pathopsychologie, Methodik der Erziehung, Gruppen- und Massenpsychologie. Sorgfältige Literaturberichte sollen den Leser darüber orientieren, was auf den angeführten Gebieten bis jetzt schon geleistet worden ist und was weiterhin geleistet wird, ferner über die allgemeinen Fortschritte der Psychoanalyse überhaupt.
In dem Bestreben, Beobachtungen, Erfahrungen und Erklärungsversuche in einen größeren Erkenntniszusammenhang einzuordnen, werden sich dabei immer die Weltanschauung, die allgemeine psychologische Einstellung, erkenntnistheoretische Anschauung usw. der Verfasser widerspiegeln. Es läßt sich heute feststellen, daß die Kritik der Psychoanalyse gegenüber, soweit sie nicht einfach affektive Ablehnung ist, hauptsächlich von diesen per