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Der Verfasser schildert das unglückliche Schicksal der alternden ledigen Frau und verfolgt die beiden Wege, auf denen er eine Abhilfe, respektive Milderung zu sehen glaubt. Die einzige Möglichkeit zu einer wesentlichen Änderung sieht er in einer Vermehrung der Eheschließungen, wie sie einerseits durch eine Angleichung des Heiratsalters von Mann und Frau im Sinne der früheren Heiraten, andererseits durch eine Erschwerung der verantwortungslosen sexuellen Beziehungen des Mannes (Gleichsetzung der unehelichen Kinder usw.) anzustreben sei.
Eine Erleichterung des Loses der ledigen Frau sei nur in sehr beschränktem Maße möglich durch Beseitigung gesellschaftlicher Vorurteile und durch eine bessere, der männlichen gleichwertige Ausbildung der weiblichen Fähigkeiten in körperlicher und geistiger Hinsicht. Grundsätzlich sei diese Aufgabe unlösbar, weil „die echte Frau“ erst durch den Mann in ihrem Dasein Inhalt und Zweck fühle.
Im Fehlen des Geschlechtsverkehrs sieht der Verfasser keine entscheidende Benachteiligung, weil das sexuelle Verlangen der Frau erst durch die Zärtlichkeiten des Mannes geweckt würde und sie sich auch ohne das sexuelle Erleben ausgezeichnet entwickeln könnte. Lösungsversuche im Sinne der „freien Liebe“, der Bigamie (Ehrenfels) oder der Propagierung der unehelichen Mutterschaft weist er als ungeeignet zurück.
Der Autor kommt bei der Erwägung, wie man den in Frage stehenden weiblichen Existenzen einen wirklichen Lebensinhalt schaffen könnte, zu einer offen eingestandenen Ratlosigkeit. Den entscheidenden Grund dieser Schwierigkeit sieht er im Wesen der Frau selbst. Nun ist aber gerade die Frage, was denn eigentlich für „die Frau“ wesentlich und charakteristisch sei, äußerst schwierig zu beurteilen — und ganz gewiß nicht ohne die Berücksichtigung zweier Faktoren:
Inwieweit gewisse Eigentümlichkeiten der alternden ledigen Frau nicht eben durch die aufgezwungene Entbehrung von sexueller Befriedigung und Mutterschaft erzeugt werden. Ein Problem, das sich für den