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Am Schluß eines Artikels von Fröscheis „Über die Behandlung des Stotterns“ (Zentralblatt für Psychoanalyse, Bd. III) steht eine Anmerkung von Stekel. Sie betont die Tatsache, daß die Psychoanalyse die einzige kausale Therapie des Stotterns sei, fügt aber hinzu: „Doch bedenkt man die ungeheuren Schwierigkeiten einer Psychoanalyse mit Kindern, die verantwortungsvolle Aufgabe, die Unmöglichkeit, über alles zu sprechen, die Gefahr einer Schädigung dieser Kinder, so wird man Fröscheis gerne zustimmen, wenn er für die leichten Fälle die gebräuchlichen Methoden als psychische Beeinflussung und pädagogische Erziehung in Anspruch nimmt.“ Diesen Zweifel Stekels teilen wir nicht; und in dem besonderen Fall einer Kinderanalyse, über den ich jetzt berichten will, wäre es schwer, sich den Vorteil irgendeiner anderen Behandlungsart vorzustellen.
Flügel sagt in seiner „Note on the Phallic Significance of the Tongue“ (International Journal of PsA. 1925): „Obwohl man den psychischen Mechanismus, der mit dem Stammeln in Verbindung steht, noch nicht ganz aufgedeckt hat, ist es klar, daß er mit Minderwertigkeitsgefühlen eng verknüpft ist, vielleicht auch mit Kastrationsvorstellungen.“ Wir können Flügel hinsichtlich der Ungewißheit über den genauen Mechanismus des Stotterns völlig beistimmen, obwohl Dynamik und Sinn dieser Neurose von anderen Autoren mit einiger Ausführlichkeit behandelt worden sind, zum Beispiel von Coriat, Stekel, Appelt. „Die Verdrängung gewisser Gedanken und Gefühlstendenzen, gewöhnlich sexueller Art“;1 „Böses Gewissen“ wegen onanistischer Handlungen, homosexueller Triebe, analer Phantasien und so weiter (Stekel, „Nervöse Angstzustände“) spielen da eine Rolle; dies alles mag richtig sein, geht aber nicht tief genug. Appelt („The Real Cause of Stammering“) glaubt, daß eine physiologische Prädisposition, schwache Sprachnerven das Bestimmende für die Neurosenwahl des Stotterers sei. Eder in „Stuttering a Psychoneurosis and Its Treatment by Psychoanalysis“ gibt wichtige F