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Dieses Buch, von einem der führenden Männer der Wissenschaft in Amerika geschrieben, ist von großer Bedeutung und sehr interessant. Wir erwähnen es hier, weil sehr viel darin Zusammenhänge mit Freuds späteren Arbeiten, besonders mit seinem „Jenseits des Lustprinzips“, aufweist. Wer sich an die Stellen erinnert, wo von der potentiellen Unsterblichkeit die Rede ist, wird mit Interesse hören, daß Professor Pearl nach sorgfältiger Würdigung aller Argumente im Gegensatz zu Freud zu dem endgültigen Schluß gelangt, daß alle einzelligen Organismen unsterblich sind. Dasselbe gilt natürlich für die Keimzellen vielzelliger Lebewesen, und die letzte Arbeit von Carrel will offenbar beweisen, daß auch die somatischen Zellen vielzelliger Organismen an sich unsterblich sind und diese Eigenschaft nur durch die Einfügung in den Verband des vielzelligen Organismus verlieren. Das Todesphänomen ist daher in keinem Sinn Grundbedingung für vitale Organismen, sondern ist erst in einer verhältnismäßig späten Entwicklungsstufe aufgetreten.
Aus der Reihe der anderen interessanten Ergebnisse Professor Pearls wählen wir die folgenden aus: Die Sterbeziffer der Säuglinge hat stark selektiven Charakter, so daß die unterschiedslose Lebenserhaltung in diesem Alter geringere Durchschnittslebensdauer der späteren erwachsenen Bevölkerung bewirkt. Die aus früheren Geschichtsperioden, selbst einschließlich der der alten Ägypter, gesammelten Beispiele zeigen eindeutig, daß die Lebensaussichten im mittleren Alter heute bedeutend geringer sind als früher, wohingegen die Lebensaussichten bei der Geburt in sehr hohem Maße zugenommen haben.
An Hand eines ungeheuren Tatsachenmaterials zeigt Professor Pearl, daß die wirklichen Todesursachen nicht vom bloßen Zufall diktiert sind, sondern im großen und ganzen bestimmten Gesetzen unterliegen. So sterben bis zum