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Man braucht, ja man kann mit diesem Buche vielleicht nicht einverstanden sein, und muß doch einräumen, daß Blüher an viele wunde Stellen der heutigen Medizin gerührt hat. Er kritisiert die Verquickung der Heilwissenschaft mit dem „großen Hexensabbat der Heilmittelindustrie“, die Massenproduktion von Ärzten, unter denen die wenigsten „berufen“ sind, er zeigt, daß der Fortschritt, der durch wunderbare Apparate erzielt wurde, wettgemacht wurde durch den Verlust des „Fingerspitzengefühls“, das den alten berufenen Arzt auszeichnete.
Diese Kritik der amerikanisierten Medizin wäre vielleicht noch weit fruchtbarer ausgefallen, hätte Blüher nicht recht merkwürdige Konsequenzen aus den schwachen Seiten der Heilkunde gezogen. Er verherrlicht nämlich die Alchimie gegenüber der Chemie, die Astrologie gegenüber der Astronomie, die Priestermedizin gegenüber der naturwissenschaftlichen Medizin. Hier ist Blüher schwer anzugreifen, denn er verurteilt auf den anderen Seiten wieder die Alchimisten und Astrologen, ohne aber je seinen Standpunkt gegenüber den Geheimwissenschaften klar zu präzisieren.
Man muß an dem Buche aussetzen, daß dort, wo der Autor den Boden