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Klinisch-sexualanalytische Anamnesen, die Verf. bei einer Reihe von Invertierten aufgenommen hat, dienen als Ausgangspunkt eingehender kritischer Erwägungen, die auf einem sorgfältigen Studium der einschlägigen Literatur beruhen. Die Schlußfolgerungen lauten für die Psychoanalyse sehr günstig: „Die Homosexualität ist der resultierende Gleichgewichtszustand von zahlreichen Komponenten, deren eine Gruppe konstitutioneller und so relativ weniger beweglich, die andere Gruppe psychischer Natur und so relativ gut beweglich ist. Die Operation nach Steinach schafft eine zu schmale Angriffsbasis an einer wenig beweglichen Stelle und hat dadurch weniger Erfolge. Die berichteten Heilerfolge durch analytische Psychotherapie, die Überlegungen über Prophylaxe der Homosexualität, ferner die relative Unbeweglichkeit der organischen und die relativ gute Beweglichkeit der psychischen Faktoren machen die Berechtigung der Annahme wahrscheinlich, daß die analytische Psychotherapie eine breitere Angriffsbasis und dadurch bessere Chancen für therapeutische Beeinflussung bietet.“
Hàrnik (Berlin)