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Feigenbaum teilt die ausführliche Kranken- und Behandlungsgeschichte einer von ihm analysierten 24jährigen Patientin mit einer schweren Depression, zahlreichen konversionshysterischen und vereinzelten zwangsneurotischen Symptomen mit. Der Fall ist aufschlußreich für das Verständnis jener interessanten Neurosen, die zwischen Hysterie und Melancholie stehen, die, trotz oraler Fixierung und trotz Regression von der Objektliebe zur Identifizierung — sich genug genitale Objektlibido erhalten können, um im Ganzen noch als Hysterie zu imponieren. Solche Fälle sind schon mehrmals in der Literatur dargestellt; Feigenbaums Arbeit ergänzt die vorhandenen Beiträge in bemerkenswerter Weise.
Die Patientin erkrankte im Anschluß an eine Liebesenttäuschung, die für sie die Wiederholung des Todes des vaterersetzenden Bruders bedeutete. Dieser Verlust stellte ihr die Ödipusversagung und die Kastration („Das Liebste ist ihr genommen“) dar. Die Patientin ist nicht nur (dem Ödipuskomplex entsprechend) der Mutter gegenüber ambivalent, sondern der Verlust weckt auch die ganze Ambivalenz gegenüber dem Mann (Bruder — Vater), indem er einen alten Penisneid reaktiviert. Bewußt wendet sie sich vom verlorenen Objekt ab, unbewußt ersetzt sie es sich durch Identifizierung, die zweifellos als orale Introjektion, als Partialeinverleibung durch Essen des Penis gedacht ist (Magensymptome, neurotischer Hunger).
Besonders interessant sind die Bemerkungen zur Differentialdiagnose, die Lösung der Übertragung durch eine Terminsetzung und die Offenheit, mit der der Autor die möglicherweise von ihm begangenen technischen Fehler mit sich selbst diskutiert. Von den zahlreichen exkursorischen Ausführungen, die die ganze Darstellung durchziehen, seien noch zwei als wichtig hervorgehoben: Erstens der Fund, daß Todesfurcht und Todesgedanken nicht nur aggressive Wünsche gegen die Mutter, sondern gleichzeitig erotische gegenüber dem toten Bruder verarbeiteten; zweitens der, daß die Dauer der Krankheit (inklusive der D