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Das heuristische Problem, welches ich aus dem weiten und vielbearbeiteten Gebiet der Traumforschung hole und zum Gegenstand meiner summarischen Darlegungen mache, bringt Ihnen inhaltlich sicher nichts Neues. Ich nehme vielmehr an, jenes muß den klinisch-orientierten Analytikern durch ihre tägliche Arbeit längst nahegelegt worden sein, so daß mir nur das wenige übrig bleibt, seiner prinzipiellen Verwertbarkeit das Wort zu leihen. Eine einwandfreie wissenschaftliche Erkenntnis ist durch den Stand der Dinge oft schon gegeben, ehe die Theorie ihrer habhaft wird und sie vermittelst einer präzisen Formel letztlich geltend macht. Meine Ausführungen bezwecken darum nichts anderes, als einen solchen ergänzenden Schritt zum Abschluß allenthalben erfolgter Beobachtungen und Funde zu versuchen. Ich bin also nur dann auf richtigem Wege, wenn Sie in Einklang mit meinen Ableitungen sind und die hier aufgestellte Frage von eigenen Erfahrungen ausgehend bestätigen. Indem ich dies vorausschicke, hoffe ich die Anzeige meines Vortrags gegen jedes Mißverständnis gewahrt zu haben.
An die nicht immer leichte Aufgabe gewiesen, Träume unserer Patienten zu deuten, befinden wir uns einer Fülle oft noch ungelöster Probleme gegenüber. Zu den Rätseln, die uns in den Eröffnungen, Klagen und anderen aktuellen Äußerungen derselben Kranken aufgegeben sind, treten nun auch die Träume, jene merkwürdigen und rasch zerfließenden Gespinste des Unbewußten, die dem forschenden Bück die Wege bahnen sollten, doch ins Dunkle und Ungewisse führen. Wohl steht uns die klassische „Traumdeutung“ Freuds, dieses Wunderwerk einer eingebungsvollen Systematik, zur Hand, aber es ist nicht leicht uns ihrer ohne weiteres zu bedienen. Was wir an geordneten Kenntnissen über die Struktur