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Jung gibt unter dem neuen Titel eine dritte vermehrte und verbesserte Auflage der „Psychologie der unbewußten Prozesse“ heraus, jener populären Schrift, mit der er erstmalig eine Synthese von Freud und Adler zu geben versuchte. Dabei ist unverständlich, wie Jung es fertigbringt, heute, zehn Jahre nach dem Erscheinen der ersten Auflage, während welcher Zeit sich die Freudsche Schule so intensiv um den Ausbau der Ichpsychologie bemühte, unverändert den alten Vorwurf gegen Freud zu erheben, die Ichtriebe fristeten in seiner Psychologie ein kümmerliches Winkel dasein.
Graber (Bern)