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Die Autoren geben eine tiefgreifende Darstellung der verschiedenen Aspekte des Agraphieproblems im Anschluß an die ausführliche Analyse eines Falles von Hirntumor mit parieto-okzipitaler Lokalisation; und zwar handelt es sich um einen rechtsseitigen Hirntumor bei einem Ambidexter. Die Agraphie wird von den Autoren als selbständige Störung aufgefaßt und von einer Reihe verwandter Störungen abgegrenzt. Der Autopsiebefund des Falles wird eingehend besprochen. Über das Verhältnis der psychologischen Forschung zur anatomischen und hirnpathologischen urteilen die Autoren, „daß der Parallelismus in den Ergebnissen aller dieser Methoden gerade dann am ehesten sich ergibt, wenn man sie nebeneinander führt, ohne sie miteinander zu vermengen; psychologische und lokalisatorische Betrachtungsweise vertragen sich nach unserer Meinung dann miteinander vollkommen, wenn man nicht psychologierend lokalisiert oder lokalisierende Psychologie treibt“,
Das Buch ist überreich an geistvollen Anschauungen und Kombinationen und muß zweifellos zu den Standardwerken der hirnpathologischen Literatur gerechnet werden. Auf Einzelheiten einzugehen ist hier nicht der Ort. Es sei auf das zusammenfassende Autoreferat verwiesen, das die Autoren auf den Seiten 217 bis 232 ihres Werkes gegeben haben. Das Buch ist nicht leicht zu lesen; aber es enthält eine Fülle von Gedankengängen, die auch für denjenigen Psychopathologen von Bedeutung sind, der sich nicht zu den Fachleuten auf dem Gebiete der Hirnpathologie zählen darf.
Hartmann (Wien)