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Das Material, an welchem ich die im Folgenden geschilderten Eindrücke und Erfahrungen gewonnen habe, ist insofern eigenartig, als es nicht eine Mischungverschiedenartigerweiblicher Typen enthält, sondern — als natürliche Folge meines Berufes als Lehranalytiker — sich fast ausschließlich aus Frauen zusammensetzt, die sogenannten männlichen Berufen angehörten oder sich darauf vorbereiteten, und bei denen unzweifelhaft sowohl eine überdurchschnittliche Intelligenz als auch eine besonders weit gediehene Charakterentwicklung gegeben war. Man kann darin eine Fehlerquelle erblicken und vermuten, daß das, was ich als weibliche Charakteristika zu finden geglaubt habe, in Wirklichkeit männliche Eigenschaften seien, die nicht der Frau im allgemeinen, sondern ausschließlich diesem besonders gearteten Frauentypus zukomme. Dem gegenüber darf ich darauf verweisen, daß ich für mein Material nur solche Analysandinnen berücksichtigt habe, die in ihrem Wesen und in ihrer Lebensweise nichts auffällig Viriles zeigten, die auch weder in Bezug auf Neurose noch auf Perversion, insbesondere auch nicht in der Intensität ihrer unbewußten Homosexualität eine erhebliche Abweichung von der Norm des modernen Kulturmenschen zeigten. Besonderes Gewicht habe ich darauf gelegt, daß das Liebesleben ausnahmslos mit normal weiblichen Gefühlsreaktionen ausgestattet war. Ich darf daher wohl annehmen, daß die Sonderart meines Materials nicht als Fehlerquelle zu werten ist, sondern daß vielmehr gerade dieses Material eine besonders günstige, anderen Analytikern nicht im selben Maß zugängliche Möglichkeit darstellt, das weibliche Über-Ich dort zu studieren, wo es besser ausgebildet und daher leichter erforschbar ist, als dies bei