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Unsere Patienten sind selten von vornherein analysefähig, die wenigsten sind geneigt, die Grundregel zu befolgen und sich dem Analytiker völlig zu eröffnen. Abgesehen davon, daß sie ihm als einem Fremden nicht sofort das nötige Vertrauen entgegenbringen können, haben jahrelange Krankheit, dauernde Beeinflussung durch ein neurotisches Milieu, schlechte Erfahrungen mit den Nervenärzten, kurz, die gesamte sekundäre Verzerrung des Ichs eine Situation geschaffen, die der Analyse entgegentritt. Die Beseitigung dieser Schwierigkeit wird eine Vorbedingung der Analyse und ginge wohl leicht vonstatten, wenn sie nicht unterstützt würde durch die Eigenart, wir dürfen ruhig sagen: den Charakter des Kranken, der selbst zur Neurose gehört und sich auf neurotischer Basis entwickelt hat. Es gibt nun prinzipiell zwei Wege, diesen Schwierigkeiten, insbesondere der Auflehnung gegen die Grundregel, beizukommen. Der eine, wie mir scheint gewöhnlich geübte, ist die direkte Erziehung zur Analyse durch Belehrung, Beruhigung, Aufforderung, Ermahnung, Zureden und ähnliches mehr. In diesem Falle trachtet man durch Herstellung einer entsprechenden positiven Übertragung den Patienten im Sinne der analytischen Aufrichtigkeit zu beeinflussen. Gehäufte Erfahrungen haben aber gelehrt, daß dieser erzieherische oder aktive Weg sehr unsicher ist, von unbeherrschbaren Zufälligkeiten abhängt und der sicheren Basis der analytischen Klarheit entbehrt; man ist allzusehr den Schwankungen der Übertragung ausgesetzt und bewegt sich mit seinen Versuchen, den Patienten analysefähig zu machen, auf unsicherem Terrain.