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Der Psychoanalytiker ist in der Lage, während der Analyse den Äußerungen der Libido in den mannigfaltigsten Kombinationen zu begegnen. Viele darunter sind von typischer Art und ihre Hervorhebung verdient Beachtung, da sich aus ihrem Vorhandensein oft nicht nur theoretische, sondern ebenso auch prognostische und therapeutische Folgen ergeben. So konnte ich Fälle beobachten, in welchen ein Teil der Symptome unter anderem auch zur Erfüllung eines unbewußten erotischen Allmachtswunsches diente.
Das Gefühl der erotischen Allmächtigkeit, d. i. der unbeschränkten sexuellen Wunscherfüllung, entspricht nach Ferenczi1 dem Stadium des Autoerotismus und Narzißmus der Libido.
Anderen Orts2 erwähnt Ferenczi, daß die prägenitalen Organisationen der Libido nur verschiedene Stationen seien auf dem Wege zur erotischen Realität, welche letztere dadurch charakterisiert ist, daß das Individuum die intrauterine Situation, wenn auch nur partiell, erreicht. Ferenczi behauptet zwar, daß die erotische Allmacht an die narzißtische und autoerotische Libido gebunden ist, doch können wir gerade nach ihm annehmen, daß die erotische Allmacht im Momente des Orgasmus mit der erotischen Realität zusammenfällt und, wenn auch für eine kurze Zeit, realisiert wird. Die zurückströmende Libido wird im Momente des Zurückströmens in vollem Maße narzißtisch. (Das Es überflutet das Ich mit Libido.)3