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Benussi versucht, Suggestion und Hypnose im psychologischen Experiment als Hilfsmittel zu verwerten. Durch eine methodische Anwendung von Hypnose und Suggestion treten eine ganze Reihe Erscheinungen schärfer hervor; man kann der Flüchtigkeit der seelischen Erscheinungen dadurch entgegentreten, daß ihr Ablauf verlangsamt und so sicherer beobachtet werden kann, man kann sonst schwer trennbare, zusammenfließende Phänomene isolieren und dergleichen mehr. Die Anwendung der Suggestion im Experiment kann sich auf die verschiedensten Gebiete erstrecken. Benussi berichtet neben rein sinnespsychologischen Versuchen auch über solche, „die auf gewisse Traumkonstanten ausgehen und die Absicht verfolgen, einerseits die psychoanalytische Methode der freien Assoziation durch eine rascher zum Ziele führende Methode zu modifizieren und andererseits einiges zur Aufklärung gewisser Punkte der psychoanalytischen Traumlehre beizutragen“ (S. 227). Leider erfahren wir über diese Experimente, die noch nicht abgeschlossen sind, recht wenig. Es wird nur über einen Versuch berichtet, der an Plötzls bekannte Traumexperimente erinnert, mit dem Unterschiede, daß hier der Traum auf suggestiven Befehl und unmittelbar auf Reize erfolgt, deren Bearbeitung im Traummaterial zu verfolgen eben der Zweck der Versuche ist. Die Versuchsperson bekommt den hypnotischen Befehl zu träumen, und gleichzeitig wird ihr durch geeignete mechanische Einrichtungen Stirn und Schläfe mit kurzen rhythmischen Schlägen gereizt. Der darauf folgende Traum ist sehr durchsichtig, zeigt aber nichts anderes, als was der Psychoanalyse schon genügend bekannt ist, wie während des Schlafens aufgenommene Reize in bestimmter Weise umgeformt, wie sie in den manifesten Trauminhalt aufgenommen werden.
Wieder andere Versuche wollen den Beweis erbringen, daß es eine emotionelle Autonomie gibt, d. h. Gemüts- und Gefühlssituationen ohne jedes gedankliche Substrat entstehen, wachsen und das Bewußtsein gefesselt halten können. Der Versuchsperson