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In dieser kurzen Untersuchung über das Pflegekindproblem wird der Versuch gemacht, vom psychologischen Standpunkt aus zu zeigen, wie der Mangel an persönlicher Zuneigung und Zärtlichkeit auf Kinder, die außerhalb des Elternhauses in Anstalten erzogen werden, verschiedene bedenkliche Wirkungen haben kann. In der Anstalt tritt das persönliche Moment in den Hintergrund, zunächst wegen der vielen Kinder, die versorgt werden müssen, und der verhältnismäßig kleinen Gruppe von verantwortlichen Pflegepersonen; noch mehr ins Gewicht fallend ist aber der Umstand einer völligen Verständnislosigkeit für die Notwendigkeit einer herzlichen Sympathie für die psychische Gesundheit des kleinen Kindes. In den letzten Jahren hat man sich eingehend mit der Frage der Anstaltskost beschäftigt. Man ist zu der Erkenntnis gekommen, daß zu große Eintönigkeit in der Kost, auch wenn sie noch so nahrhaft ist, nicht die gewünschten Resultate erzielen kann. Aber es ist fraglich, ob jene Leute, denen die Sorge um die Staatsangelegenheiten oder die Leitung der Wohltätigkeitsinstitutionen obliegt, sich heute schon vollkommen darüber im klaren sind, daß die Eintönigkeit des Anstaltlebens ebenso traurige Wirkungen haben kann auf die Zöglinge, die mehrere Jahre darin ausharren müssen, zu einer Zeit, da das natürliche Bedürfnis der Jugend