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Das erste Heft dieser neuen Zeitschrift bringt eine Arbeit von Homburger über: „Die Gefahren der Überspannung des psychotherapeutischen Gedankens“, der wohl programmatische Bedeutung zukommt. Homburger wendet sich gegen die einseitige psychotherapeutische Betrachtung der kranken Menschen, gegen die Loslösung psychotherapeutischer Betrachtungen von dem Gesamtgebiet ärztlichen Denkens. Er kritisiert scharf eine gewisse
soziologische Attitude, die man heutzutage bei psychotherapeutisch orientierten Ärzten und Nichtärzten finden soll, das Sich-nicht-Begnügen mit den Aufgaben und Kompetenzen ärztlichen Tuns und Helfens, den Anspruch auf Führertum, auf Erweiterung der sozialen Grenzen in Dingen der seelischen Beeinflussung. Da er betont, daß diese Einwände nicht gegen den Ausbau der Psychotherapie, nicht gegen ihre Pflege und Vertiefung, nicht gegen den Unterricht oder gegen die Verbreitung psychotherapeutischen Denkens unter Studierenden und Ärzten gerichtet sind, könnte man sich mit ihm einverstanden erklären. Merkwürdig nur, daß in der gleichen Zeitschrift ein Aufsatz von Maeder zu finden ist über „Heilkraft und Zähmung“, worin wörtlich zu lesen ist: „Der Arzt übt eine soziale Funktion, ein eigentliches Amt aus; er gehört zu der Kategorie der ‚Führer‘.“
In dem gleichen Heft finden wir eine Arbeit von Hansen über „Symptombildung in der Neurose“. Hansen findet, daß in der psychotherapeutischen Literatur dem psychologischen Ablauf psychogen bedingter pathologischer Organfunktionen wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Er denkt nicht in erster Reihe an die Konversionssymptome der Hysterie, eher an die Organneurosen. Zu ihrer Erklärung zieht er Pawlows Lehre von den bedingten Reflexen heran. Hansen hat Experimente in der Hypnose ausgeführt, die zeigen sollen, “… wie einfach eine Gesamtlebenssituation je nach ihrer emotionalen Intensität und ihrer gleichzeitig gegebenen Organverknüpfung zu einer Bindung führen kann, kraft deren künftighin eine Teilgegebenheit des Erlebnisinh