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11. Januar 1928. Mrs. Riviere referiert Freuds Arbeit über Fetischismus.
1. Februar 1928. Dr. Róheim: Rassenpsychologie und Evolution. Die primitive Zivilisation ist oralen, der Kapitalismus analen Ursprungs. Soll das bedeuten, daß man sich die Evolution der menschlichen Zivilisation als eine Parallele zur Ontogenese vorzustellen hat, die vom Oralen über das Anale zu einem zukünftigen genitalen Typus fortschreitet? Die Untersuchung ergibt, daß überall dort, wo wir bei primitiven Stämmen eine auf analer Sublimierung aufgebaute Kultur finden (Quarzsymbolik in Südostaustralien, Kapitalismus in Melanesien), die anale Qualität der Symbole nicht auf eine Weiterentwicklung vom oralen, sondern auf eine Regression vom genitalen Entwicklungsstadium zurückzuführen ist. Analen Bildungen im mittelalterlichen Judaismus entsprechen genitale oder phallische Haltungen im alten Israel.
Periodenbildung in der Entwicklung der Menschheit: wiederholte Bewegung in der Richtung zur genitalen Phase ist von Kastrationsangst und einer genitofugalen Neigung gefolgt (Ferenczi). Die Zivilisation entwickelt sich in der regressiven Phase.
Theorie einer introjizierten und modifizierten Regression, i. e. die genitale Entwicklung (Ferenczi) in Konflikt mit den beiden wichtigsten Abwehrmechanismen (Freud). a) Abwehrmechanismus dem hysterischen oder phobischen Typus entsprechend: es findet nur ein Abzug der vorbewußten Besetzung statt, Bildung einer Gegenbesetzung in der Umgebung als Basis für die Dienstbarmachung ihrer Umgebung durch die Menschheit (Totemismus, Kunst, Technik, Agrikultur). b) Abwehrmechanismus dem zwangsneurotischen Typus