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Dies Buch, das offenbar als erste Einführung in den analytischen Gedankenkreis gemeint ist, hält sich — an dieser Aufgabe gemessen mit Recht — im Bereich der zugänglicheren Fragestellungen und vermeidet, von wenigen Ausnahmen abgesehen, Ausflüge in die schwierigeren Gebiete der analytischen Problematik. Seine Darstellung ist klar, in manchen Abschnitten vorzüglich; die Lehren vom Unbewußten, von der Dynamik, der Libidotheorie, der Methode des freien Einfalls werden übersichtlich und leicht faßlich wiedergegeben. Die sexuelle Ätiologie der Neurosen will H. in der allgemeinen Fassung, die Freud dieser Theorie gegeben hat, nicht gelten lassen. Hier wie in der Typenlehre und in der Forderung nach Ergänzung der analytischen Betrachtungsweise durch eine synthetische zeigt sich der Autor von Gedankengängen Jungs beeinflußt Jungs Auffassung ist ihm die „tiefere“ (gegen die übliche Anwendung von Begriffen wie „tief“ und „flach“ auf das Gebiet empirischer Erkenntnis wäre mancherlei zu sagen; vor allem, daß es sich dabei um weltanschauliche Wertungen handelt und nicht um Wahrheitskriterien), sie vermag „die Seele zu einem Ziel zu erlösen“. Die Psychoanalyse Freuds kenne keine Werte. Das ist — nach Ansicht des Ref. — irrig. Die Analyse kennt durchaus wertgerichtete Akte und Werte sind für sie Gegenstand der Betrachtung soferne menschliches Handeln an ihnen orientiert ist; über Werte „an sich“ freilich traut sie sich — aber das ist für eine empirische Wissenschaft selbstverständlich — kein Urteil zu. Unter welchen Gesichtspunkten Werte von der Analyse betrachtet werden können, und unter welchen nicht, geht z. B. aus Freuds Lehre von der Ichidealbildung deutlich hervor. Aus des Autors Einstellung zum Wertproblem (dessen entscheidende Rolle im Kampf um die Freudschen Lehren hier wieder klar zutage tritt) ergeben sich auch seine therapeutischen Forderungen: gegen die angebliche „Entwertung“ durch die Psychoanalyse und für den „Aufbau“ der analysierten Persönlichkeit. Der Standpunkt