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Der Verfasser stellt sich durch die sittlichen und religiösen Wertungen, mit denen er sein Buch erfüllt, von Anfang an außerhalb des Bodens der Psychologie und betritt ihn auch im Verlaufe seiner Untersuchung kaum jemals. Eine Abgrenzung der suggestiven gegenüber anderen Einwirkungen der Außenwelt ist nicht getroffen; so wird die Wirkung der Kunst, der Landschaft, der Architektur als eine suggestive bezeichnet. Dagegen ist der Verfasser ängstlich bemüht, zu zeigen, daß die Religion keine Suggestion sei, der religiöse Glaube vielmehr ein „ursprüngliches Postulat der Seele“. So ist ihm das „servitium dei prima libertas“. Trotzdem wird als therapeutischer Behelf neben der Suggestion durch den sittlichen Zuspruch des Arztes und durch die schöne Natur auch die suggestive Wirkung der Teilnahme am gemeinsamen Gottesdienst der Gemeinde, der telephonischen Übertragung des Orgelspieles an das Krankenbett und des Gesanges einer Konfirmandenklasse empfohlen. In einem solchen Rahmen bleibt freilich für psychoanalytische Erkenntnis und Therapie kein Raum.
Richard Sterba (Wien)