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Die 32 Seiten starke Broschüre gibt ein gutes, bei aller Knappheit doch übersichtliches Bild der herrschenden Neurosenlehren. Im Zentrum der Darstellung steht die Frage der traumatischen Neurose; an ihr wird die Problemstellung und die Formulierung der differenten wissenschaftlichen Meinungen am deutlichsten. Man kann an dieser referatartigen Wiedergabe der verschiedenen Neurosentheorien sehen, wie die Konfliktlehre der Analyse in breitesten Forscherkreisen befruchtend gewirkt hat. Ein eigenes Kapitel ist dem „Sexualleben und seiner Bedeutung für die Neurosenforschung“ gewidmet. Hier kann der Verfasser nicht gut ein Eingehen auf die Analyse vermeiden. Aber man merkt, er entschließt sich zu einer Darstellung der Freudschen Lehre nur ungern: „Eine Darstellung wie die vorliegende kann natürlich nicht an der Freudschen Lehre vorbeigehen. Man hat allerdings das Gefühl, sich entschuldigen zu müssen, wenn man die Unzahl der auf Freud bezogenen Arbeiten noch vermehrt.“ (Gesperrt vom Ref.) Der Verfasser gibt gleich im Anschluß an die Wiedergabe der analytischen Theorie eine Erklärung für ihre Verbreitung: „Dem Eindringen der PsA. in die Fachwissenschaft, aber sonderlich in die Kreise des gebildeten Laientums günstig war ihre scheinbare (!) Folgerichtigkeit, die Fähigkeit, für alles und jedes, für jeden Einwand eine Erklärung zu geben, ihre Befriedigung des Erklärungsbedürfnisses. Bestechend und blendend wirkte auch die Anlehnung an gewisse der