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Es fällt nicht leicht, diese überaus differenzierte und subtile Arbeit in ein paar Sätzen zu erfassen. Sie kommt, das ist kein Zweifel, zu einem Endergebnis, das den Analytiker nicht befriedigen kann. Daß sich in der Sprache Schizophrener wie auch in der der Dichter (wir dürfen vielleicht hinzufügen, gewisser Dichter) Regression und Introversion dokumentieren, ist uns nichts Neues. Die Auskunft, daß es die sensibeln und emotionalen Elemente seien, die in beiden Fällen zum Gestalten drängen, kann für uns nur eine vorläufige sein, hinter der wir den verdrängten homosexuellen Konflikt vermuten.
Dieses Endergebnis läßt aber keineswegs eine negative Kritik an der Arbeit zu. Es ist im Gegenteil einer gerechtfertigten Vorsicht vor zu frühen Schlüssen zu verdanken, denn der Verfasser hat sich seine Aufgabe nicht leicht gemacht. Er ist der Materie auch an den Stellen nicht aus dem Wege gegangen, wo ein Eindringen kaum gewonnene Positionen relativiert, und ist bei jedem Schritt bemüht, alte Ansichten neuen Einsichten weichen zu lassen. So ist das Büchlein eine Arbeit geworden, die in jedem Satz, in jeder Zeile Anregungen bietet.
Bally (Berlin)