You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Am 7. Januar 1928 hat der langjährige Vorsitzende der Schweizer Psychoanalytischen Vereinigung, Dr. Emil Oberholzer, nach vorhergegangener Niederlegung seines Amtes mit einer Reihe von ärztlichen Mitgliedern unserer alten Schweizer Zweigvereinigung (Dr. med. H. Baenziger, Privatdozent Dr. med. R. Brun, Dr. med. A. Großmann, Dr. med. A. Löpfe, Dr. med. M. Müller, Frau Dr. med. M. Oberholzer und Dr. med. H. J. Schmid) eine neue psychoanalytische Vereinigung gegründet, die „Schweizer ärztliche Gesellschaft für Psychoanalyse“. Im Februar 1928 hat nun die neue Gesellschaft den Zentralvorstand der IPV um ihre Aufnahme in unseren Verband angesucht, dieses Gesuch in einem längeren Memorandum motivierend. Der Zentralvorstand der IPV sah sich nach reiflicher Prüfung des Sachverhaltes genötigt, dieses Gesuch abzulehnen, weil die angeführten Motive, welche die Neugründung zu rechtfertigen suchten, ihm nicht ausreichend zu sein schienen und weil er es vor allem sehr bedauerlich empfand, daß kein anderer Weg als die Spaltung einer alten Gruppe hatte gefunden werden können, um eingetretene Schwierigkeiten zu überwinden. Ein neuer Vorstand, an dessen Spitze der Kollege Dr. med. Ph. Sarasin steht (neben ihm die Herren Zulliger, Dr. med. E. Blum, Dr. med. H. Behn‐Eschenburg und Pfarrer Pfister), übernahm die Leitung der alten Schweizer Gruppe und ging mit verheißungsvollem Ernst an die Belebung und Vertiefung der Arbeit in der Vereinigung.