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In seiner Abhandlung „Der Ursprung und Aufbau des Über-Ichs“1 schickte Ernest Jones seiner Erörterung einiger aus dem Thema erwachsenden Probleme die Bemerkung voraus, daß „wir allen Grund haben anzunehmen, daß die Vorstellung des Über-Ichs ein Knotenpunkt ist, an dem wir ein Zusammentreffen aller dunklen Probleme von Ödipuskomplex und Narzißmus einerseits, Haß und Sadismus andererseits erwarten dürfen“. Seither sind zur Behandlung dieser Vorgänge weitere Beiträge von Freud und Anderen geliefert worden, und unsere Kenntnis von Struktur und Funktionsart des Über-Ichs in den Neurosen, den Psychosen und beim Normalen hat sich bedeutend erweitert.
Andererseits haben die Ergebnisse von Frau Kleins direkten Untersuchungen an kleinen Kindern, wenn sie auch den theoretischen Wert des Begriffes des Über-Ichs unterstrichen und unsere Auffassung von seiner großen dynamischen Kraft vertieft haben, nichtsdestoweniger gewisse theoretische Schwierigkeiten vermehrt, die die Form seines ursprünglichen Zustandes, seine Beziehungen zum Ödipuskomplex und zu den Entwicklungsphasen der Libido betrafen. Ich bin der Meinung, daß der einleuchtendste Gedanke, der an diese Dinge herangebracht worden ist, der von Ernest Jones ist, wenn er, einem Winke Freuds folgend, sagt, daß Entbehrung äquivalent sei mit Versagung.2 Er bemerkt weiter: „Schuld und damit zugleich das Über-Ich sind gleichsam künstlich aufgerichtet, um das Kind vor der Not der Entbehrung, d. h. der unbefriedigten Libido, zu schützen und so die Furcht vor der Aphanisis, die jene immer begleitet, abzuwehren; und zwar bewirkt das Über-Ich das, indem es die Wünsche