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Wir wissen, daß man im Rahmen der Schizophrenie eine ganze Anzahl klinischer, oft von einander bedeutend abweichender Fälle unterbringt, deren Pathogenese trotz vieler Theorien noch dunkel bleibt. Wir wissen ferner, daß alle diese Krankheitszustände durch eine mehr oder minder ausgesprochene Dissoziation der psychischen Tätigkeit des Individuums gekennzeichnet sind. Diese Dissoziation kann mit auditiven, visuellen und sensoriellen Halluzinationen, mit der Inkohärenz der Sprache (Wortsalat), mit den Symptomen eines geistigen Automatismus (Automatisme mental) einhergehen. Es ist wohl nicht nötig, weiter auf die klinische Darstellung der Schizophrenie einzugehen, wie wir sie durch die Arbeiten Bleulers und seiner Schüler kennen gelernt haben. Der Zweck dieser Untersuchung ist vielmehr, Ihnen die verschiedenen psychoanalytischen Auffassungen zu unterbreiten, die einige Seiten dieser Zustände etwas näher beleuchten und für die Technik der Behandlung einige Richtlinien geben können. Bevor wir uns aber dem eigentlichen Gegenstand zuwenden, möchten wir noch daran erinnern, daß die Psychoanalyse sich vielleicht nur an psychogene Symptome heranwagen kann. Dadurch wird das Gebiet unserer Forschungen beträchtlich eingeschränkt, denn wir haben allen Grund zur Annahme, daß die Untersuchung gewisser schizophrener Zustände mit den Problemen der Vererbung, ja, vielleicht sogar mit denen der Infektionskrankheiten in Beziehung steht. Leider sind wir gezwungen, alle diese Themen unberücksichtigt zu lassen. Wir können uns weder über die Frage der Vererbung1, noch über die der Infektionskrankheiten und ihren Einfluß auf das Werden der Schizophrenie auslassen und ziehen es vor, nur