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Das Recht des Psychoanalytikers, die seelischen Tatsachen der Anthropologie zu würdigen und die Hauptprobleme der Soziologie als in sein Gebiet fallend zu betrachten, ist von niemandem entschiedener verfochten worden, als von Ernest Jones.1 Es braucht kaum hinzugefügt zu werden, daß er diesem Anspruch in einer Reihe von Schriften, in denen Funde der psychoanalytischen Psychologie des Individuums benützt worden sind, um verschiedene dunkle Erscheinungen der Massenbetätigung (Gewohnheit, Mythe, Folklore usw.) zu beleuchten, zu seinem Rechte verholfen hat. Wie Jones gezeigt hat, ist die unmittelbare Beobachtung der Tatsachen („Feldarbeit“) nur eines der zur wirklichen Forschung unbedingt nötigen Hilfsmittel, das andere besteht in der entsprechenden Tiefenarbeit im Sinne der psychoanalytischen Wissenschaft. Diese berechtigte Auffassung, der Psychoanalytiker habe das Privileg des Deutens, bringt indessen eine gewisse Verantwortlichkeit mit sich, deren schwierigster Punkt darin besteht, kein Feld brach liegen zu lassen. Zweck dieser Veröffentlichung ist, auf eine Lücke in diesen psychoanalytischen Forschungen hinzuweisen, die unmittelbar zu den Problemen der Massenpsychologie hinführt. Die in Frage kommenden Daten bieten unmittelbare Bestätigungen für die psychoanalytische Theorie der Massenbildung und zeigen gleichzeitig, daß es möglich gewesen wäre, viele psychoanalytische Funde, welche die infantile Entwicklung betreffen, vom Studium der frühen Massenbildungen abzuleiten. Schließlich geben sie dem Psychoanalytiker Gelegenheit zur „Feldarbeit“ in der Anthropologie, die bisher nur ein Vorrecht