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Es erscheint gerechtfertigt, einen Beitrag zu diesem Sonderheft der Symbolik zu widmen, denn Ernest Jones' eigene Beiträge zu diesem Thema zeigen in ganz besonderer Weise seinen Scharfblick, seine tiefe Gelehrsamkeit, sein genaues Studium der Tatsachen und seine Klarheit des Gedankenganges wie der Darstellung. Solche ausgezeichneten Vorzüge finden sich nur selten vereinigt, sind aber in den Arbeiten unseres Freundes und Kollegen, den wir hier ehren wollen, in außergewöhnlichem Grade anzutreffen und können geradezu als charakteristisch für seine wissenschaftlichen Schriften angesehen werden. Aber davon abgesehen, könnte man nicht umhin, diesen Gegenstand in irgendeiner Art zu behandeln, denn, wie Jones selbst gesagt hat, umfaßt die Symbolik in ihrem weitesten Sinne beinahe die ganze Kulturentwicklung. Ich möchte jedoch hier nicht über Symbolik im allgemeinen sprechen. Die meisterhafte Darstellung dieses Gegenstandes, die Jones vor dreizehn Jahren veröffentlichte, ist immer noch unübertroffen. Ich will mich vielmehr auf die Darstellung der Symbolik einer bestimmten Gruppe von Gegenständen beschränken, nämlich auf die der verschiedenartigen menschlichen Bekleidungsstücke. Einige Psychoanalytiker, darunter auch Jones, haben zwar schon vereinzelte wertvolle Beiträge zu unserer Kenntnis der symbolischen Bedeutung besonderer Gewänder geliefert, aber es ist jetzt vielleicht an der Zeit, einen kurzen Überblick über die Kleidersymbolik im allgemeinen zu geben, zumal diese mit gewissen interessanten feindseligen und ambivalenten Strebungen zusammenzuhängen scheint, die bisher in der psychoanalytischen Literatur noch nicht genügend beschrieben worden sind.1
So viel wir heute wissen, scheint der Phallus am häufigsten durch die