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„Natura non facit saltus!“
Die Verschiedenheit des Ichgefühls, bei Normalen sowohl als auch insbesondere bei Menschen mit Entfremdung der Außenwelt, läßt, wie ich nachweisen konnte,1 den oder besser einen libidinösen Anteil des Ichs durch Selbstbeobachtung erkennen. Das Ich ist als Dauererlebnis der Psyche und nicht etwa als gedankliche Abstraktion aufzufassen. Mitteilungen der Patienten über solche Selbstbeobachtungen sind wichtiges Material für das Studium der Ichfunktionen. Diese Untersuchungen rühren an eine der prinzipiellen Lehren der Psychoanalyse und sind nicht bloß Detailforschung über interessante Phänomene der Entfremdung. Durch sie ist ein unmittelbar empirischer Beweis für die Richtigkeit der Freudschen Lehre vom Narzißmus gefunden. Dies läßt mich hoffen, daß sich in analoger Weise aus dem Studium der verschiedentlichen Arten von Depersonalisation Beweise für die Tatsächlichkeit von anderen psychoanalytisch erschlossenen Libidovorgängen ergeben werden. Ohne solche oder andere neue Beweise würde die „Libidotheorie“ trotz ihrer fruchtbaren Ausgestaltung, vielleicht eben wegen der Widerstände, die diese erweckt, immer wieder von Gegnern und auch von Anhängern als glückliche „heuristische“ Idee hingestellt werden und nicht als Wirklichkeitsbeschreibung gelten, so daß jeder nach seiner persönlichen Vorliebe und Wertung eine andere Theorie der psychischen