You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Man hat allgemein beobachtet, daß sich bei der Analyse von „Urszenen“ der angeblich vom Kinde beobachtete Koitus der Eltern häufig als a tergo vollzogen darstellt. Diese Idee kehrt mit solcher Beständigkeit wieder, daß Freud zu der Annahme neigte, die ganze Beobachtung des elterlichen Koitus könnte vom Kinde häufig nur phantasiert sein.1 Zweifellos ist der Koitus a tergo viel weniger häufig als er in der Vorstellung unserer Patienten vorkommt.2 Seine ständige Wiederkehr in den durch Analyse ermittelten Kindheitserinnerungen macht in der Einschätzung ihres Realitätscharakters unsicher, weil sie diese in gewissem Sinne mehr als Phantasie erscheinen läßt.
Wir stehen nun vor der Frage: Wenn ein Patient eine Urszene in Form eines Koitus a tergo seiner Eltern rekonstruieren läßt, haben wir es dann