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Das Problem, ob die Schizophrenie psychotherapeutischen Bemühungen zugänglich sei, wird in der letzten Zeit oft diskutiert. Die Meinungen sind recht divergierend. Pessimismus und Optimismus streiten miteinander in der Beurteilung der Erfolgsmöglichkeiten. Grund dieser Meinungsverschiedenheit ist offenbar die Ungeklärtheit des Krankheitsbegriffes Schizophrenie. Für die therapeutischen Chancen ist mit der schematischen Diagnose „Schizophrenie“ noch wenig gesagt, nur eine individuelle Diagnose, die feststellt, welche Anteile der Persönlichkeit noch intakt sind, wie weit die Psychose schon organisiert, in die Persönlichkeit eingebaut ist, kann etwas Näheres über die Möglichkeiten einer Therapie aussagen.
Bychowski gehört zu den Optimisten. Namentlich die erst in der Entwicklung begriffenen Schizophrenien scheinen ihm Erfolg zu versprechen. Hier soll noch die Möglichkeit bestehen, durch Bewußtmachung der psychologischen Mechanismen, die zur Bildung der Wahnideen führen, das Wiederherstellen der Realitätsprüfung zu erreichen. In diesen Fällen, meint Verfasser, mit von psychoanalytischen Kenntnissen geleiteter Besprechung der aktuellen Konflikte auskommen zu können; die analytische Durchforschung der Lebensgeschichte erübrigt sich.
Auch Bychowski warnt vor der Gefahr, eine latente Psychose durch Analyse zu aktivieren. Die Indikation der Analyse ist anders zu beurteilen, wenn innerhalb einer Neurose psychotische Züge auftreten oder wenn nach dem Abklingen eines akuten psychotischen Schubes erst eine Neurose hervortritt.
Bychowski empfiehlt bei der Analyse der Schizophrenie Modifikationen der Technik, die aus den andersgearteten Bedingungen der Behandlung sich ergeben. Passivität wie Aktivität müssen manchmal über das bei der Neurosenbehandlung gewohnte Maß gesteigert werden. Die Schwäche des Ichs bei den Psychosen erfordert große Vorsicht bei den Deutungen. Aktive Verbote können in bestimmten Phasen der Kur und nach entsprechender Vorbereitung notwendig sein. „Eine entsprechen