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Verfasser stellt fest, daß das Ärgernis zum Wesen der Psychoanalyse gehört.
Das ist sicher richtig. Nur seiner Begründung: „Das Ärgernis gehört zum Wesen der Methode, was ärztlich gesprochen vor allem die Tatsache beweist, daß die Psychoanalyse Gefahren mit sich bringt wie keine andere Technik der Psychotherapie“, können wir nicht beipflichten. Auch andere ärztliche Eingriffe, wie etwa die chirurgischen, sind nicht frei von Gefahrsmomenten und doch fehlt ihnen gegenüber jene intensive affektive Ablehnung, der die Psychoanalyse begegnet. Da dürften doch andere Motive mitspielen.
Hattingberg bringt die „Gefahren“ der Psychoanalyse in Zusammenhang mit dem analytischen Prinzip, das, etwa gegenüber dem der Suggestivtherapie, das der Störung ist. „Hier geht es zunächst auf die „analytische Erschütterung“ eines oberflächlichen Gleichgewichts“ … Das Wesen der analytischen Erschütterung meint Hattingberg in folgendem zu sehen:
Die analytische Erschütterung ruft den Ambivalenzkonflikt wach. Nun, das ist ja ein analytischer Gemeinplatz. Allerdings bekommt bei Hattingberg der Begriff der Ambivalenz eine neue, sehr eigenartige Färbung. „Der Ambivalenzkonflikt — meint Hattingberg — … dringt … über das rational und affektiv Verständliche hinaus in eine Tiefe, die psychologisch grundsätzlich unfaßbar ist.“ Referent bekennt, daß ihm weder rational noch affektiv gelungen ist, irgendeinen verständlichen Sinn den Hattingbergschen Ambivalenzbegriff herauszufinden.
Die weiteren Merkmale der analytischen Erschütterung, die Hattingberg angibt, sollen die unabsehbaren Gefahren der Methode zeigen. „Die Wesensverwandtschaft der neurotischen kann die analytische Erschütterung zu einer ernsten Gefahr machen.“ „Die Gefahr wird vergrößert durch die Unabsehbarkeit des analytischen Prozesses im Unbewußten.“ Ebensowenig wie es möglich ist, anzugeben, wann die analytische Erschütterung zu tief greift, kann man auch die Tiefenlage der Störung abschätzen.
Das ist doch etwas zu viel von Agnostizismus, Resign