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R. gibt zu, daß auch bei organischen Erkrankungen des Nervensystems psychische Momente nicht bedeutungslos sind, und daß eine Psychotherapie darum nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Er meint ferner, daß echte epileptische Anfälle bei Epileptikern durch psychische Momente ausgelöst werden können. Nur müßte man in solchen Fällen eine irgendwie gegebene Disposition zum Auftreten epileptischer Anfälle voraussetzen.
Eine Psychogenese in engerem Sinne, eine wirkliche Bedingtheit der Epilepsie durch psychische Schädigungen lehnt Verfasser allerdings ab. Namentlich lehnt er ab die Psychogenese der Epilepsie, wie sie von Stekel und seinen Schülern vertreten wird.
R. findet auch das Argument des therapeutischen Erfolges durch Analyse für diese Theorie nicht stichhaltig. Er macht Stekel und seinen Schülern den Vorwurf, daß die Katamnesen bei den von ihnen publizierten Fällen nicht lange genug verfolgt wurden und dadurch der wirkliche Erfolg der Behandlung fraglich blieb. Auch wäre es möglich, daß diese Fälle zu denen gehören, die auf antiepileptische Mittel paradox reagieren, und daß das mit der Analyse meistens verknüpfte Aussetzen der medikamentösen Therapie günstig gewirkt hat.
Verfasser schließt seine Ausführungen damit, daß das vorliegende Material nicht ausreichend ist, die Psychogenese der Epilepsie, die Berechtigung ihrer psychoanalytischen Deutung zu erweisen, die psychoanalytische Behandlung der Epilepsie als die einzig richtige darzutun.
Dazu sei bemerkt, daß ein solcher Radikalismus in der Epilepsiefrage im analytischen Lager auch nie vertreten wurde.
G. (Wien)