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Eine sehr gründliche, weit ausholende Analyse des eigentümlichen Verhaltens der Fetischisten.
Verfasser stellt in Übereinstimmung mit Freud fest, daß das Phantasieleben des Fetischisten von Kastrations- und Zerstücklungsmotiven erfüllt ist. Das Vorherrschen dieser Motive bei den Fetischisten sind nach Gebsattel Projektionen realer intrapsychischer Spannungen. Das Zerstücklungsmotiv drückt nach ihm den Antagonismus zwischen Ich- und Vitalsphäre aus, einen Antagonismus, der bei den Fetischisten tatsächlich bestehe, während das Kastrationsmotiv eine psychische Situation abbilde, die bei den Fetischisten wirklich eingetreten sei: die durch seine Gegenstellung gegen die vitale Schicht gesetzte Einbuße des Ichs an Kraft, Leidenschaft, Instinktsicherheit und Potenz.
Auch ein anderer Punkt der Freudschen Theorie des Fetischismus, nach dem der Fetisch Ersatz für den Penis der Mutter ist, fand Gebsattel in einem Fall bestätigt. Nur daß er auch hier, statt darin eine positivistische und kausale Deutung zu sehen, zu einer Auffassung neigt, nach der das hermaphroditische Symbol für den Fetischisten eine sehr treffende Verbildlichung