You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Verfasser zeigt, leider recht schwerfällig formuliert, welchen Schwierigkeiten die wissenschaftliche Erfassung des Problems der Organneurose begegnet, wie viele Vorurteile dabei zu überwinden sind, wie kompliziert das ganze Problemgebiet ist.
Die Auffassung, daß schon „eine spezifische organisch-nervöse Bedingung für jede Funktionsanomalie eines nicht nervösen Organs“ als Organneurose anzusehen wäre, weist er als zu eng und zu wenig scharf gefaßt zurück.
Die richtige Fragestellung nach ihm ist: „Handelt es um organische Bedingungen eines psychischen Phänomens, die spezifisch dazu ausreichen, das Entstehen des Phänomens zu erklären; ohne die Einfügung von physischen Korrelaten von psychischen Phänomen, die zu einem ganz heterogenen Zusammenhang gehören? Oder kann man etwa zeigen, daß wesentliche bedingende psychische Phänomene sämtlich als Korrelate psychischer Erscheinungen nachzuweisen sind, die wiederum Teile eines in sich geschlossenen seelischen Zusammenhanges bilden?“
Das heißt, das Problem der Organneurose ist nicht durch eine Alternativlösung zu geben. Es besteht die Möglichkeit, daß man sowohl von der physischen Seite spezifische Faktoren wie von der psychischen her sinnvoll eingeordnete Korrelate auffinden wird. Dann muß eine Gewichtsabschätzung erfolgen.
Das Problem wird erschwert, indem es sich herausstellt, daß unbewußte psychische Phänomene als Korrelate der körperlichen Erscheinungen, die als Organneurose imponieren, hineinbezogen werden müssen.
Nach Verfasser gibt es drei Grundtypen von Organneurosen: die Organneurose als ubw Affektneurose, die Organneurose auf hypochondrischer Grundlage und die symboldarstellende Organneurose.
G. (Wien)