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Wie der Untertitel anzeigt, beschränkt sich dieses Büchlein darauf, das Aussprechen unsinniger Sätze und Wörter durch Schizophrene zu untersuchen. Diese Untersuchung ist eine phänomenologische und eine „statische“, d. h. sie verzichtet von vornherein darauf, Fragen nach Genese und Motivation der zugrunde liegenden Störungen zu stellen. Obwohl die Eigenart, Strenge und Richtigkeit der grundlegenden Gedankengänge den mit phänomenologischen Untersuchungen nicht vertrauten Leser sehr fesselt, muß doch das Ergebnis, zu dem der Autor auf großen Umwegen gelangt, als sehr mager bezeichnet werden, es („Störung der Aktualisierung kollektiver Strukturen“ usw.) scheint fast eine bloße Übersetzung des Sachverhalts, „die Kranken sprechen unsinnig“ in phänomenologische Nomenklatur. — Um verstehen zu können, was der Kranke im Momente solcher „Störung der Aktualisierung“ erlebt, werden normale Vorgänge zum Vergleich herangezogen, in denen ebenfalls wort- und begriffsfern gefühlsbetont erlebt wird: Traum und Lyrik. Auch ihnen werde man, wie dem schizophrenen Erleben, nur gerecht, wenn man den „sachlichen Gehalt“, die „Erfüllung signalisierter Strukturen“ vernachlässigt, das Gefühl, die „Sphäre“ wesentlich auf sich wirken läßt.
Frostig hätte sich nicht so sehr um den Nachweis zu bemühen brauchen, daß die Traumarbeit, daß Verdichtung, Verschiebung, Symbolik phänomenologisch im Traumerleben nicht gegeben sind; das hat die Psychoanalyse nie behauptet. Sie kam ja zu diesen Begriffen erst durch ihre prinzipiell andere Denkweise, durch ihre dynamisch-genetische Forschung, die ihr erst zeigt, daß sich im Träumer noch andere Dinge abspielen oder abspielten als die, die er bewußt erlebt. Aber ebenso wie die Traumerzählung zwar nicht der Traum ist, aber doch sein Abkömmling, und zwar der einzige, der uns zur Verfügung steht, um an den uns unbekannten wirklichen Traum heranzukommen, genau so sind die sinnlosen Wörter und Sätze zwar keine „Signalisierung einer kollektiven Struktur“ mehr, aber doch