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Maeterlinck gibt in diesem Buch einen Überblick über die Problemkreise, aus denen der Gedanke an die Existenz der vierten Dimension abgeleitet wurde, und geht dann weiter auf eine Reihe von Folgerungen ein, in denen die letzten metaphysischen Rätsel angeschnitten werden. Für den Psychoanalytiker ist ein nicht sehr umfangreiches Spezialkapitel über „Träume“ von besonderem Interesse. Der Autor beschäftigt sich in ihm mit den prämonitorischen Träumen. Er vertritt die Ansicht, daß die Untersuchung der Traumphänomene „noch nicht über das Stadium der tastenden Hypothesen hinausgekommen“ sei. Dabei wird Freud erwähnt, „für den bekanntlich jeder Traum nur die verschleierte Erfüllung eines verdrängten Wunsches ist“. Freuds Arbeit „Traum und Telepathie“ scheint dem Dichter nicht bekannt geworden zu sein. Seine eigenen Darlegungen beschränken sich darauf, aus einer Anzahl von Beispielen, bei denen sich Geträumtes hinterher annähernd übereinstimmend in der Wirklichkeit wiederholte, auf die tatsächliche Existenz prophetischer Träume zu schließen (ohne die Möglichkeit unbewußter Voraussetzungen in Erwägung zu ziehen). Dabei zitiert er aus Arbeiten von Ernest Bozzano, J. W. Dunnes und Theodore Flournoy und bringt daneben auch einige eigene Träume, auf die ein entsprechendes Wirklichkeitserlebnis folgte.
Die Anschauung, die Maeterlinck über den prophetischen Traum entwirft, leitet sich aus dem Hauptthema des Buches ab. In den vorangehenden Abschnitten wurde entwickelt, daß es jenseits unserer dreidimensionalen Auffassung die „wirkliche“, nicht in Vergangenheit und Zukunft geschiedene Zeit gibt. Im Wachzustand ist unser Gehirn nicht imstande, sie wahrzunehmen. Im Schlaf tritt es jedoch aus diesen Grenzen heraus: „Es sieht nicht mehr die imaginäre, aber starre Linie, die sie (Vergangenheit und Zukunft) im Namen der Vernunft trennt. Es unterscheidet nicht mehr, was wir getan haben, von dem, was wir tun werden, was sich noch nicht erfüllt hat, von dem, was uns bereits betroffen hat …“ D