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Hans Schlieper, ein Zoologe von ungewöhnlicher Bildung, ist bisher der einzige Forscher geblieben, welcher die Fließsche Periodenlehre zur Grundlage seiner Lebensarbeit gemacht hat. In seinem über 300 Seiten starken „Raumjahr“, — dessen Manuskript Wilhelm Fließ in den letzten Lebens-monaten mit großer Freude gelesen hat, — unternimmt er die Anwendung dieser Lehre auf ein neues Gebiet, das der morphologischen Struktur. Er untersucht die von den amerikanischen Erbforschern Newman und Patterson sorgfältig ausgezählten Schildermengen in den Panzersegmenten einheimischer Gürteltiere und findet dort räumlich die gleichen Strukturen wie sie Fließ zeitlich in den Geburtsabständen, den Krankheits-, Entwicklungs- und Todesspatien der von ihm untersuchten Individuen und Familien gefunden hat. Die Periodenlehre macht den Anspruch darauf, eine Grundeigenschaft der lebendigen Substanz zu beschreiben, und Wilhelm Fließ hat die Brücke von der zeitlichen Periodizität der Lebensäußerungen zur „periodisch“ -räumlichen Anordnung des lebendigen Stoffes in der Theorie schon vor langen Jahren geschlagen. Mit diesem Buche wird sie zum erstenmal in der Praxis einer zoologischen Untersuchung betreten. Und „so gewaltig der Schritt zu sein scheint, heißt es dort, „von der Lebenszeit einer Pflanze oder eines Menschen bis zu dem Panzermosaik eines beliebigen Gürteltieres aus den Steppen von Texas: nur eine einzige große Gesetzmäßigkeit ist hier wirksam“. Die Konsequenz, mit der Schlieper dieses sein umfangreiches und schwieriges Thema rechnerisch durchführt, verdient Bewunderung; leider harrt seine Arbeit (wie auch die von W. Fließ) immer noch der ernsthaften Kritik durch einen unvoreingenommenen Mathematiker und Biologen.
Robert Fließ (Berlin)