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In der psychoanalytischen Literatur finden sich verschiedene Beiträge, die das Zustandekommen von partiellen intellektuellen Hemmungen untersuchen, etwa Versagen von Kindern in bestimmten Unterrichtsfächern, Unlust oder Unfähigkeit zum Erfassen bestimmter Wissensgebiete bei Kindern und Erwachsenen. Sie bestätigen sämtlich, was Freud über Wesen und Genese der Hemmungen im allgemeinen gesagt hat: Es handelt sich immer um eine sexualisierte Ichfunktion und das Ich verzichtet auf diese Funktion, um aufwandreichere Abwehrarten zu ersparen, oder um dem Über-Ich Genüge zu tun. Das betreffende gehemmte Gebiet ist auf irgend einem Wege, z. B. durch die Person des Lehrers, der es zuerst vermittelte, oder etwa durch spezielle Züge eines Buchstaben beim Schreibunterricht u. dgl., in assoziative Verbindung geraten mit wesentlichen Konflikten des infantilen Sexuallebens. Diesen Konflikten weicht das Ich mit der Hemmung aus oder es legt sich ihretwegen mit der Hemmung eine Strafe auf.1 Auf den letzten Umstand hat erst kürzlich Laforgue nachdrücklich hingewiesen.2 Beispiele von Analysen partieller Hemmungen finden sich u. a. bei Radó,3 Aichhorn,4