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Der Autor vermittelt die hauptsächlichen Ergebnisse der modernen psychobiologischen Forschungen. Er stellt die Lehre der inneren Sekretion der Keimdrüsen in ihren biologischen und historischen Grundlagen dar, vor allem werden die Probleme der Verjüngung kritisch und sachlich besprochen. Man erhält einen klaren Einblick in den wissenschaftlichen Streit über die Anatomie und Physiologie der männlichen und weiblichen Pubertätsdrüse. Unter Heranziehung der neuesten internationalen Untersuchungsergebnisse mit Verwertung eigener Experimente wird die Keimdrüsengebundenheit des Geschlechtstriebes ausführlich erörtert. Es wird gewarnt, die Ergebnisse des Tierversuches ohne kritische Prüfung auf den Menschen zu übertragen. Die Frage der operativen Beeinflußbarkeit der Homosexualität kann nach dem heutigen Stand der Wissenschaft nur so beantwortet werden, daß es in einzelnen Fällen gelingt, eine zeitweise heterosexuelle Einstellung zu aktivieren, wobei in jedem Fall psychologische Mechanismen bedeutungsvoll sind. Von besonderem Interesse sind die Angaben über die körperliche und seelische Auswirkung der Kastration, die zufällig oder absichtlich vorgenommen wird. Der Autor regt an, die psychoanalytische Forschung möge besonders jene Mechanismen noch näher untersuchen, die bei früherer oder späterer Kastration in Wirksamkeit treten. Es wird versucht, nachzuweisen, daß die Hormonproduktion der Keimdrüsen nicht der Aktivator des menschlichen Sexualtriebes sei, sondern daß sie lediglich einen Teil des organischen Rohmaterials des Triebhaften ist, das an der