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Verfasserin berichtet über Untersuchungen, die zur Aufhellung des Grenzgebietes zwischen Psyche und Soma beizutragen berufen sind. Untersuchungen dieser Art bilden einen Teil des Programmes der „Constitution Clinic“. Sie wurden an an ulzeröser Colitis Erkrankten vorgenommen und ergaben engste Beziehungen zwischen psychischen Konflikten der Patienten und ihrem Leiden. Diese Beziehungen ließen sich teils aus der Vergangenheit der Patienten rekonstruieren: aus Koinzidenzien in Lebensgeschichte und Krankengeschichte; teils aus dem zeitlichen Zusammenfallen des aktuellen Krankheitsausbruches mit einem psychischen Konflikt der Patienten.
Die der Mitteilung zugrunde liegenden Untersuchungen an zwölf Colitis-Kranken ergaben die Feststellungen, daß Angst ein wesentliches ätiologisches Moment bei ulzeröser Colitis sei, und daß die Infantilität des Gefühlslebens bei diesen Kranken ausnahmslos vorhanden war, entsprechend der infantilen Art, mit Diarrhöe auf Angst zu reagieren. Verfasserin erwähnt, daß Draper and Mc. Graw schon den Charaktertypus des an Magengeschwüren und Colitis Leidenden fest umschrieben haben, sie aber die von ihnen beschriebenen infantilen Züge nur bei Colitis gefunden habe, während ihrer Erfahrung nach Magengeschwüre mit einer größeren Reife des Gefühlslebens einherzugehen pflegen. Als Bestätigung ersterer Behauptung wird die Lebensgeschichte der untersuchten sieben Männer und fünf Frauen angeführt, deren Gefühlsbindung an die Eltern klar zutage trat. So waren „einige dieser Männer nicht mehr als dreißig Tage ihres ganzen Lebens von der Mutter entfernt. Keiner war verheiratet,“ und bei dem größeren Teil von ihnen fiel der Anfang ihrer Colitis mit dem Konflikt zwischen ihrer Mutterbindung und dem Wunsch, sich zu verheiraten, zusammen — psychische Wiederholung ihrer Geburt (!). Von diesen Patienten hatten fünf von sieben nachgewiesenerweise Geschwüre in der Darmwand, blutiger Stuhl war bei allen ständig vorhanden“. Die fünf Frauen wiesen letzteres Symptom ebe