You do not currently have permission to view the full text for this document. Please sign in to an account with an active subscription or contact support.
Wir Analytiker haben gewiß viele der Mängel, die Menschenwesen anhaften können; unsere Mängel rühren nicht zum kleinsten Teil daher, daß wir einem Gruppengebilde angehören, das unter besonders schwierigen soziologischen Bedingungen sich entwickelt hat und seither unter noch nicht ganz veränderten Bedingungen weiter existiert. Dieser Umstände, wie auch einiger anderer in dieser Richtung gehender Dinge, uns durchaus bewußt, müssen wir andererseits aber auch betonen, daß wir der Tugenden nicht ganz entbehren, darunter besonders der der Anerkennung und Dankbarkeit für ältere Brüder, die früher auf dem Kampffeld aufgetaucht sind, und von denen wir zu kämpfen und vor allem zu wissen gelernt haben.
Ich möchte jetzt auf einen kurz hinweisen, der seit zehn Jahren der Lehrer von vielen unter uns Berlinern gewesen ist, der aber auch weit über Berlin hinaus bekannt und geschätzt ist in der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung. Es ist Dr. Hanns Sachs, der vor einigen Tagen 50 Jahre alt geworden ist. Ich möchte ihm im Namen der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft und im Namen unserer Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung Glück wünschen, und wir werden ihm da hoffentlich etwas wünschen, wozu der Kluge und Skeptische viel Talent hat. Er hat überhaupt viel Talent, unser Hanns Sachs. Aber bei dieser Gelegenheit wollen wir ihm vor allem auch danken für das, was er für uns hier getan hat und für unsere Arbeit mit uns, und da haben wir Berliner gerade ihm für sehr vieles zu danken.
Hanns Sachs ist am 10. Jänner 1881 geboren; er hat das Gymnasium besucht. Er soll ein brillanter Schüler gewesen sein.