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Es ist von Freud nachgewiesen worden, daß die Identifizierung mit einem Objekt der Außenwelt, die nicht nur in der Pathogenese der Melancholie, sondern auch in der Charakterbildung des Normalen, besonders beim Aufbau des Über-Ichs, eine wesentliche Rolle spielt, als orale Einverleibung gedacht ist.1 Verschiedene Arbeiten haben seither diesen Fund an klinischem und ethnologischem Material bestätigt. Die prägenitale Basis der Identifizierung, der Umstand, daß sie wirklich unbewußt gedacht ist als ein Aufessen des Objektes, der den mit der Analyse nicht Vertrauten so unglaubwürdig anmutet, ist in der Tiefenanalyse sicher zu beweisen. Bevor der Mensch lieben konnte, wollte er sich Objekte „einverleiben“, „total“ und „partiell“,2 wovon die Identifizierungen eben Spuren sind, sowie auch die Kastrationsangst auf einer prägenitalen Basis ruht. Aber Abraham hat ferner gezeigt,2 daß es auch andere Einverleibungsideen gibt als orale; freilich von weniger prinzipiellem Charakter, mehr passagère, offenbar in Phantasien und Identifizierungen sich weniger spiegelnd: eine anale, die sich etwa offenbart in der von Ophuijsen und Stärcke bei Paranoikern nachgewiesenen Gleichsetzung von Verfolger und Kot, deren infantiles Vorbild etwa die Klistierspritze ist;3 eine epidermale, entsprechend dem infantilen Kotschmieren; die Annahme einer respiratorischen endlich wird uns z. B. nahegelegt durch eine Episode in der Geschichte des Wolfsmannes;4 er mußte, wenn er Krüppel sah, forciert ausatmen, um nicht