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Im Jahre 1879 beschäftigte sich ein Spanier, der sich für Probleme der Kulturentwicklung interessierte, mit der Erforschung einer Höhle auf seinem Gut in Altamira in Nordspanien. Er suchte nach neuen Funden von Feuersteinen und geschnitzten Knochen, von denen er einige schon früher entdeckt hatte. Seine kleine Tochter war mit ihm. In der Höhle war es dunkel und er arbeitete beim Licht einer Öllampe. Das Kind kletterte auf den Felsen herum. Plötzlich rief es laut: „Da sind Bisons, Vater.“ Es wies dabei auf die Decke, die an dieser Stelle so niedrig war, daß er mit der Hand hinauflangen konnte. Er hob die Lampe empor und sah auf der unebenen Oberfläche der Decke eine Anzahl von Bisons und anderen Tieren, mit großer Realistik gezeichnet und in leuchtenden Farben gemalt. Diese Zeichnungen werden jetzt für ein Werk eines Künstlers des Jägervolkes aus der sogenannten Renntierperiode gehalten und sind vor ungefähr 17.000 Jahren entstanden.
Um diese Zeichnungen anzufertigen, drangen Menschen der paläolithischen Periode in die Höhle ein und verbrannten dort Tierfett in einer Steinlampe, um Licht zu haben. Es war dies also eine vorbedachte Handlung und auch das Aufsuchen der Höhle war wohl absichtlich geschehen, denn dieses Volk lebte sonst beim Eingang in die Höhle oder unter abschüssigen Felsen nahe dem Eingang.
17.000 Jahre später dringt ein Mann mit Hilfe einer Lampe zu diesem abgeschiedenen Ort vor. Ein Kind erblickt die Tiere und macht den Vater auf sie aufmerksam.
In dem dramatischen Augenblick der Wiedererkennung im Innern der Höhle ist bei dem modernen Wißbegierigen der gleiche Drang wirksam wie bei dem Künstler des alten Jägervolkes. Zwischen ihnen liegt die ganze Kulturentwicklung; aber die Entwicklung, die sie trennt, entspringt gerade