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Baege wendet sich gegen alle Spekulation, gegen jede psychologische Hypothese, gegen jede andere als physiologische Deutung und Erklärung des Traumes. Er leitet seine Arbeit mit einem geschichtlichen Abriß der mehr spekulativen Ansichten früherer Autoritäten über Schlaf und Traum ein, um zu zeigen, wie verwerflich sie seien.
Die vom Verfasser vorgebrachten physiologischen Ansichten über Schlaf, Schlafstellung oder Traumentstehung sind gewiß recht interessant, aber sie sind weit davon entfernt, uns irgendwie einen Aufschluß über das Wesen des Traumes, über Traumarbeit, Trauminhalt usw. zu bieten.
Wenn der Verfasser die Entstehung des Traumes auf körperliche Reize (innere und äußere) zurückführt, so basiert er dabei lediglich auf Vold, der eingehende Experimente gemacht hat.
Bei dem Versuch der Traumanalyse und Traumdeutung, wo es sich darum handelte, auf den zu erfassenden Sinn des Traumes und auf die eigentliche Traumarbeit einzugehen, versagt Baege vollständig, obwohl er versichert, die einzig „wirklich exakte und auf Erfahrung begründete Traumanalyse“ zu bringen. Denn Körperlage und Körperreiz können in jedem Falle ebensogut irgendeinen anderen Trauminhalt erwählen, der entsprechen würde. Es erübrigt sich, auf Beispiele naivster Art einzugehen. Baege verwirft auch die Annahme eines Unbewußten und verschließt sich damit das Verständnis des Traumes.
Graber (Berlin)