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Es liegt dem Verfasser daran, seine neue Theorie von der Entstehung der Arten durch den Staat mit Hilfe des psychoanalytischen Materials zu bekräftigen. Zu diesem Zwecke werden Resultate der Psychoanalyse (z. B. Kastrationsangst,
Ödipuskomplex, Analerotik) angeführt, oft ohne Änderung akzeptiert, aber auf Grundlage seiner Theorie einem neuen Deutungskreis einverleibt. Laut dieser Theorie sollen die Ahnen des Menschen die Verhältnisse aller heutigen Tierstaaten durchlaufen haben. Die von der Psychoanalyse beobachteten Erscheinungen können also — so glaubt der Verfasser — einmal bei den Bienen, ein andermal bei den Ameisen, dann wieder bei den Termiten ausgeprägter wiedererkannt werden. Wenn der Mensch also z. B. träumt, daß er ohne Flugzeug fliegt, so beweise dies, daß unter seinen Ahnen fliegende Lebewesen waren. Mehr noch, die meisten Arten der heutigen Ameisen erheben sich einzig zur Begattung in die Luft, auf diese Weise verbindet sich bei ihnen aufs festeste Flug mit Begattung. Die psychoanalytische Deutung der Flugträume sei also richtig und lasse sich leicht aus der Theorie des Verfassers ableiten. — Die Kritik dieser Auffassung liegt im Methodologischen: Da kein Kriterium der Zugehörigkeit zu diesem oder jenem Tierstaat angegeben wird, muß gegenüber diesen weit ausgeholten Parallelen der Vorzug doch den individuell-historisch verfolgbaren Ableitungen gegeben werden.
Hermann (Budapest)