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Dieser neue Sammelband der Stekelianer trägt inhaltlich und formal durchaus den gewohnten Charakter der Publikationen dieser Schule. Stekel selbst ist mit zwei Originalarbeiten vertreten. Die erste bringt eine Fülle von Thesen über den Traum, die teils in neuer komplizierter Formulierung bekannte Erkenntnisse wiederholen, teils völlig unbewiesene und unbelegte Konstatierungen enthalten. So behauptet Stekel z. B., daß jeder Traum dieselbe für den betreffenden Menschen typische Affektkonstellation aufweise, und daß sich dieselbe typische Aufeinanderfolge von Affekten unzählige Male auch im Leben des Betreffenden wiederhole. Den Beweis für diese sonderbare Behauptung bleibt Stekel schuldig. Im zweiten Aufsatz erklärt der Autor Konversionssymptome als „Somatisationen“ von Schuldgefühlen, ohne die libidinöse Quelle der Symptome zu berücksichtigen.
Vielfach stechen die Arbeiten der Schüler, was ihre wissenschaftliche Sachlichkeit betrifft, wohltuend gegen die des Lehrers ab. So bringt Mießriegler kasuistisches Material zum Problem der Zwangsneurose; leider vermißt man wirklich tiefgreifendes Verständnis für die aufschlußreiche Kindheitsgeschichte des schönen Falles und damit auch für seine wirkliche Struktur. Auch das