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Der Autor gibt in dieser Arbeit, im wesentlichen an Jaspers sich anschließend, eine kurze Übersicht über die Pathopsychologie, vornehmlich in einer deskriptiven, phänomenalen Form. In dieser Übersicht nimmt die Psychopathologie des Trieblebens nicht den ihr nach psychoanalytischen Erfahrungen gebührenden Raum ein, sie wird unter den „Störungen des Strebens und Wollens“ flüchtig gestreift und ihre Bedeutung für die anderen Elemente psychologischen Erlebens, für die Störungen des Empfindens und Wahrnehmens (Illusionen, Halluzinationen usw.), für die Störungen des Vorstellens und Denkens (Wahn, Zwang usw.) und für die Störungen des Fühlens und Wertens, das Schneider in sinnliche, vitale und seelische Gefühle einteilt, bleibt unberücksichtigt. Auch die Lehre vom Unbewußten und von der Verdrängung wird nur flüchtig gestreift. Dieser Grundriß ist geeignet, als kurz gefaßte Orientierung über die psychopathologischen Auffassungen der Schulpsychiatrie zu unterrichten.
Vowinckel (Berlin)